Die Wahrheit über Krankheit und die Massenmedienlügen
Die Wahrheit über Krankheit und die Massenmedienlügen

Papyrus Egerton 2 Evangelium

Papyrus Egerton 2

Der Papyrus Egerton 2 ist ein Codex Fragment von einem unbekannten Evangelium, das in Ägypten gefunden und 1935/1987 veröffentlicht wurde. Es ist gehört mit zu den ältesten bekannten Fragmenten (ca. 200 n.Chr.) und ist weder häretisch noch gnostisch. Es scheint fast unabhängig zu sein von den synoptischen Evangelien (Mt, Mk, Lk) und repräsentiert eine johanneische Tradition, ist jedoch auch unabhängig vom Johannesevangelium des NT.

 

Rekonstruktion und Übersetzung dieses Fragments: 
Dann spricht Jesus zu den Gesetzeskundigen: "Straft alle, die falsch und gesetzlos handeln und nicht mich. [...] * wie er tut, was er tut." Sich an die Oberen des Volkes wendend, spricht er das Wort: "Erforscht die Schriften, in denen ihr denkt, daß Ihr das Leben habt. Sie sind es, die von mir zeugen. Denkt nicht, daß ich gekommen bin, um euch bei meinem Vater anzuklagen. Der, der euch anklagt ist Moses, auf den ihr hofft." Sie aber sagen: "Wir wissen, daß Gott durch Moses sprach, aber wir wissen nicht, woher Du bist." Jesus antwortete und spricht zu ihnen: "Jetzt kommt die Anklage gegen euren Unglauben durch seine Zeugnisse. Denn wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben. Über mich hat jener euren Vätern geschrieben. [...]"

 

* Mögliche Rekonstruktionen dieser Stelle, die ausgefallen ist: 
"Richtet die Werke, wie er tut, was er tut." 
"Denn ein Gesetzloser weiß nicht, wie er tut, was er tut." 
"Denn unerklärt ist, wie er tut, was er tut." 
"Denn erkennt, wie er tut, was er tut." 
"Wer verurteilt, wie er tut, was er tut."

 

Vgl. hierzu das JohEv: 
Joh 5,39-47 
39 Ihr erforscht die Schriften, denn ihr meint, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; 
40 und ihr wollt nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 
41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen; 
42 sondern ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 
43 Ich bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht auf; wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr aufnehmen. 
44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht? 
45 Meint nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 
46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so würdet ihr mir glauben, denn er hat von mir geschrieben. 
47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben? 
Rev. Elberfelder Übersetzung

 

Rekonstruktion und Übersetzung: 
[...] sie beschlossen in der Menge, daß sie zusammen Steine aufheben und ihn steinigten. Und die Oberen legten ihre Hände auf ihn, um ihn zu ergreifen und der Menge zu übergeben. Sie konnten ihn aber nicht ergreifen, denn die Stunde seiner Verhaftung war noch nicht gekommen. Er selbst aber, der Herr entkam ihren Händen und entzog sich ihnen. Und siehe, ein Leprakranker kommt zu ihm und sagt: "Lehrer Jesus, du suchst die Leprakranken auf und ißt mit Zöllnern in der Herberge. Hab Erbarmen, mir geht es wie ihnen. Wenn du es willst, werde ich rein." Da sagt der Herr zu ihm: "Ich will es, sei rein." Und sogleich  verschwand die Leprakrankheit von ihm. Da sagt Jesus zu ihm: "Geh, zeige dich den Priestern und entrichte entsprechend  des Reinheitsgebotes, wie es Moses befohlen hat und sündige nicht mehr [...]"

 

Vgl. hierzu die Evangelien: 
Joh 8,59 
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus. 
Mk 1,40-44 
40 Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen. 
41 Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt! 
42 Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt. 
43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort 
44 und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis! 
Rev. Elberfelder Übersetzung

 

Rekonstruktion und Übersetzung: 
Sie kamen zu ihm, um ihn zu prüfen und um ihn zu testen, sagten sie: "Lehrer Jesus, wir wissen, daß du von Gott gekommen bist. Denn was du tust ist ein größeres Zeugnis als das aller Propheten. Daher sage uns: Ist es richtig, den Königen die zustehenden Abgaben zu entrichten? Soll man sie ihnen bezahlen oder nicht?" Aber Jesus  erkannte ihre Absicht, ergrimmte und  sagte: "Warum  nennt ihr mich mit eurem Mund Lehrer, aber tut nicht was ich sage. Richtig prophezeiteJesaja* über euch: Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich (indem sie Menschen)gebote (lehren)..."

 

* Jes 29,13+14 (RevElb): Und der Herr hat gesprochen: Weil dieses Volk mit seinem Mund sich naht und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist: darum, siehe, will ich weiterhin wunderbar mit diesem Volk handeln, wunderbar und wundersam. Und die Weisheit seiner Weisen wird verlorengehen und der Verstand seiner Verständigen sich verbergen.

 

Vgl. hierzu auch beispielsweise das MtEv: 
Mt 22,15-22 
15 Dann gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn bei einem Ausspruch fangen könnten. 
16 Und sie senden ihre Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemand kümmerst, denn du siehst nicht auf die Person der Menschen. 
17 Sage uns nun, was denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? 
18 Da aber Jesus ihre Bosheit erkannte, sprach er: Was versucht ihr mich, Heuchler? 
19 Zeigt mir die Steuermünze! Sie aber überreichten ihm einen Denar. 
20 Und er spricht zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? 
21 Sie sagen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. 
22 Und als sie das hörten, wunderten sie sich und ließen ihn und gingen weg. 
Rev. Elberfelder Übersetzung

weitere Parallelstellen in: Mk 12,13–17; Lk 20,20–26