Die Wahrheit über Krankheit und die Massenmedienlügen
Die Wahrheit über Krankheit und die Massenmedienlügen

Papyrus Oxyrhynchos 840 unbekanntes Evangelium aus 60 n. Chr.

Papyrus Oxyrhynchos 840

"Papyrus Oxyrhynchos 840 Erläuterung: Im Jahre 1905 wurde dieses Fragment in Oxyrhynchos (Behnesa, Mittelägypten) gefunden. Es ist wohl Teil eines Amulettbüchleins aus dem 4./5. Jh. gewesen, das nur 8,5 x 7 cm maß. Die Schrift ist daher mikroskopisch klein. - Der Text muß aus einem verschollenen Evangelium»synoptischen Stils« stammen. Denn der Vorwurf, sich nicht an die Reinheitsgesetze zu halten, ist aus Mk 7,1 ff bekannt, andererseits geißelt Jesus aber auch die hohle unethische Reinheit der pharisäischen Kontrahenten (Mt 23,27f. Die »Wasser des ewigen Lebens« könnten auf Verwandtschaft mit dem JohEv weisen. - Datierung: zur Zeit der ältesten Evangelien, noch vor der Gabelung synoptisch/johanneisch. Vorschlag: 60/65 n.Chr. Griechischer Text nach A. de Santos Otero: Los evangelios apócrifos Madrid 1963, 78-82. 

 

... bevor er seine Schandtat begeht, überlegt er vorher alles. Doch achtet darauf, daß ihr nicht dasselbe wie sie erlebt. Denn böse Menschen müssen nicht nur, solange sie unter den Lebenden weilen, Vergeltung empfangen, sie leiden auch danach unter Bestrafung und Peinigung.« Dann nahm Jesus die Jünger mit und führte sie in den Tempelbezirk. Er ging im Tempel umher. Da trat ein pharisäischer Oberpriester namens Levi auf sie zu und fragte den Heiland: »Wer hat dir erlaubt, hier im heiligen Tempelbezirk herumzulaufen und diese heiligen Kultgeräte zu besichtigen, obwohl du dich nicht vorher gewaschen hast und deine Jünger ungewaschene Füße haben? Du hast dieses Heiligtum schmutzig betreten. Dies ist aber ein heiliger, reiner Ort. Jeder, der hier herumläuft und die Kultgeräte besichtigt, muß sich gewaschen und die Kleider gewechselt haben.« - Kaum hatte er das gesagt, da blieb der Heiland mit den Jüngern stehen und fragte zurück: »Du bist hier ja auch im Tempel. Bist du denn rein?« Der Oberpriester erwiderte: »Ja, ich bin rein. Denn ich habe mich im Davidsteich gewaschen, bin auf der einen Stiege hinab-und auf der anderen wieder hinaufgestiegen. Ich habe weiße, reine Kleider angezogen, und dann erst bin ich hergekommen und habe mir die heiligen Dinge angesehen.« Da sagte der Heiland zu ihm: »Wehe euch Blinden, die ihr nicht seht! Du hast dich in diesem stehenden Wasser gewaschen, in das Tag und Nacht Hunde und Schweine getrieben werden. Beim Waschen hast du die äußere Haut abgerieben. Auch die Dirnen und Flötenspielerinnen salben und baden die äußere Haut, reiben sie ab und schminken sie. So machen sie den Männern schöne Augen und wecken ihre Begierde. In ihrem Inneren aber wimmelt es von Skorpionen und Bosheit. Von meinen Jüngern und von mir sagst du, wir seien nicht gewaschen. Doch wir sind gewaschen, untergetaucht in allzeit lebendigem Wasser, das vom Himmel herabkommt... Aber wehe denen,..." (Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, Übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1999, 6. revidierte Auflage 2003, S.299-300)